Achtsamkeit: Entspannt im Hier und Jetzt

nach John Kabat-Zinn

Neuer Kurs

Stress bewältigen mit Achtsamkeit

für Schüler/Studenten und für alle Interessierten:

Freitag, den 24. März 2017 von 19:00 bis 20:00 Uhr

Achtsamkeit zielt darauf ab, mehr im Jetzt und Hier zu leben. Es geht darum, dem Moment mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Dazu ist es wichtig, den inneren Autopiloten abzuschalten und das Gedankenkarussell zu stoppen. Ziel ist es, mehr innere Ruhe und Gelassenheit zu entwickeln..

Das kann im Alltag in vielen Situationen helfen – an der Supermarktkasse, im Stau oder an stressigen Tagen im Job. Ein typischer Fehler im Beruf: das Multitasking. Viele gehen im Büro ständig mehrere Dinge gleichzeitig an. Neben der Arbeit an der Präsentation checken sie E-Mails, telefonieren, surfen, besprechen Dinge mit Kollegen.

Beobachten, fühlen, entschleunigen: Das Gespräch mit dem Chef, der Clinch mit dem Partner/Kinder oder die offene Stromrechnung: Vielen Menschen schwirrt pausenlos Alltagsstress durch den Kopf. Mit ein paar einfachen Übungen lässt sich die Hektik der Gedanken jedoch dämpfen – und sogar psychischen Erkrankungen vorbeugen.

Die Grundidee bei der Achtsamkeit:

Entspannung fängt im Kopf an. Einfache Übungen sollen dabei helfen, den Alltagsstress zu senken – und die Welt bewusster wahrzunehmen.

 

Merkmal der Achtsamkeitsübung.

Body-Scan, Atemmeditation und Qigong

Beim Body-Scan lässt man die Achtsamkeit langsam und systematisch durch die verschiedenen Regionen des Körpers wandern – von den Füßen bis zum Scheitel – und nimmt währenddessen bewusst die körperlichen Empfindungen wahr. Meist liegt man bei dieser Übung auf dem Rücken.

 

Die bekannteste Form der Achtsamkeitspraxis ist die der Atemmeditation. In der Sitzmeditation ist es wichtig, in einer würdevollen Haltung zu sitzen, mit aufrechtem Kopf, Nacken und Rücken, ohne sich jedoch dabei zu versteifen. Die meisten Kursteilnehmer entscheiden sich dafür, auf einem Stuhl mit gerader Rückenlehne. Wie auch immer, die Position sollte eine wache und würdevolle innere Haltung ausstrahlen.

 

Gewöhnlich beginnt man damit, ein einzelnes Objekt für die Achtsamkeit zu wählen – zum Beispiel den Atem. Genauer gesagt, man konzentriert sich auf einen Aspekt des Atmens, wie das Ein- und Ausströmen der Luft an unserer Nasenspitze oder die sanfte Dehnung und Senkung unserer Bauchdecke mit jedem Ein- und Ausatmen. Geräusche, Empfindungen, Gedanken oder andere Objekte werden achtsam wahrgenommen. Dabei wird so gut wie möglich versucht, eine ruhige, nicht-reaktive und stetige Aufmerksamkeit beizubehalten, der der Atem als Anker dient.

 

Eine vollständige Beschreibung des Qigong (siehe auf die Seite Qigong) .

IMG_3111

Die 7 Säulen der Achtsamkeit

Um in die eigene Mitte zu kommen und ein liebevolles, achtsames Leben führen zu können, sollte man folgende Punkte in den Alltag integrieren:

  1. Nicht werten. Beurteilen bzw. verurteilen Sie niemanden, denn Sie kennen die Situation der anderen nie genau.
  2. Geduld. Haben Sie Geduld mit sich selbst und Ihren Mitmenschen und lassen Sie sich nicht von Emotionen mitreißen. Die Dinge entfalten sich in ihrem eigenen Tempo, intervenieren Sie nicht vorzeitig.
  3. Anfänger-Geist. Bewahren Sie sich den Geist des Anfängers, das heißt, nehmen Sie die Welt um sich herum wie ein Kind wahr, also ganz unbefangen. Dadurch erschließen sich Ihnen völlig neue Dinge.
  4. Vertrauen: Üben Sie sich in Vertrauen, denn durch Misstrauen zieht man negative Menschen und Dinge an.
  5. Nicht nach etwas streben: Nehmen Sie sich dort wahr, wo Sie gerade sind. Es gibt keinen Ort, an den es zu gehen gilt, es gibt nichts zu tun und nichts zu bekommen. Das scheint unendlich schwer, doch dieses Innehalten und Erleben des jetzigen Moments ist in der Meditation möglich.
  6. Annehmen: Akzeptieren Sie, was ist. Hören Sie damit auf, die Dinge und Menschen anders haben zu wollen. Das ist keine Resignation, sondern ein ruhiges Betrachten ohne Manipulation. Genau dadurch können sich die Umstände verändern.
  7. Loslassen: Üben Sie das Loslassen. Festhalten ist leicht, loslassen erfordert Übung. Beginnen Sie mit kleinen Dingen in Ihrem täglichen Leben, zum Beispiel mit dem Aufgeben einer alten Gewohnheit, dann mit etwas Größerem. Je mehr Sie loslassen können, desto einfacher wird das Leben, denn Sie verlieren in Wirklichkeit nichts, sondern gewinnen sich selbst dabei.